
Warum wir unsere Badezimmerlampen einer „Dampftests“ unterziehen
Badezimmer sind im Grunde genommen Folterkammern für Heizelemente. Zwischen dem dichten Dampf, den plötzlichen Temperaturschwankungen sowie der ständigen Feuchtigkeit ist es eine harte Umgebung für eine Lampe.
Wenn wir eine Lampe einfach auf einer trockenen Arbeitsfläche testen und sie dann als „brauchbar“ bezeichnen würden, würde sie vermutlich bereits nach ein paar Wochen ausgehen oder einen Kurzschluss erleiden. Das möchte niemand.
Das Problem mit der Feuchtigkeit
Feuchtigkeit bleibt nicht nur an der Außenseite der Lampe – sie dringt auch in das Innere der Lampe ein. Die meisten Infrarotlampen verwenden einen Quarzkorpus sowie spezielle elektrische Anschlüsse. In einem feuchten Badezimmer findet das Wasserdampf die kleinsten Spalten in den Abdichtungen oder zerstört die Isolierung um die Kontakte herum. Wenn die Feuchtigkeit die elektrischen Kontakte erreicht, kommt es zur Oxidation. Dadurch kann es zu Flackern oder vorzeitiger Ausfall kommen – im schlimmsten Fall sogar zum Ausschalten des Schalters, wodurch das Badezimmer im Dunkeln bleibt.
Wie wir absichtlich Fehler erzeugen
Wir raten nicht bloß darauf, ob eine Lampe halten wird. Stattdessen versuchen wir sie zunächst im Labor zu zerstören. Dabei nutzen wir sogenannte „Feuchtigkeits- und Wärmetests“. Im Prinzip werden die Lampen in einen Raum gesperrt, der heiß, feucht und unangenehm ist – und das tagelang. So kann man die Auswirkungen von Jahren des Dampfes in einem Badezimmer in kürzerer Zeit nachstellen.
Wir suchen nach Leckagen, trübem Glas oder anderen Anzeichen von Korrosion. Wenn selbst 2% der Lampen diese Tests nicht bestehen, schmeißen wir die ganze Charge weg. Wir gehen zurück zum Entwurf und verbessern den Abdichtungsprozess, bevor eine einzige Lampe das Lager verlässt.
Der Kompromiss
Verlangsamt das unseren Prozess? Ja, das tut es. Strikte Alterungstests bedeuten längere Lieferzeiten – denn man kann den Prozess nicht beschleunigen. Aber das ist besser, als mit einem massiven Produktrückruf konfrontiert zu werden. Wir ziehen es vor, ein paar Tage länger in der Fabrik zu warten, anstatt dass die Lampe bereits beim ersten heißen Duschen kaputtgeht.
Ein praktischer Rat
Nur ein Hinweis: Selbst die beste Lampe kann eine schlecht verarbeitete Leuchte nicht retten. Unsere Lampen können zwar Hitze und Feuchtigkeit verkraften – doch sie benötigen trotzdem eine geeignete Umgebung. Wenn man eine hochwertige Lampe in eine billige, undichte Hülle setzt, die nicht für Wasser geeignet ist, wird sie trotzdem versagen. Stellen Sie sicher, dass die Abdichtung der Leuchte genauso gut ist wie die der Lampe selbst. Das ist die einzige Möglichkeit, sicherzustellen, dass die Lampe tatsächlich lange hält.